
Worum geht´s?
Vor einiger Zeit bin ich immer mal wieder auf Jon Klassens Illustration eines Fuchses im Wald gestoßen. Das Bild ist sehr minimalistisch gestaltet und trotzdem entsteht durch die Betonung der Baumschatten eine interessante Räumlichkeit. Des Weiteren spielt das Bild mit dem Kalt-Warm-Kontrast: Während die Bäume und ihre Schatten in kühlem Blau gehalten sind, sticht der orange-rote Fuchs stark hervor. Das Bild wurde unter anderem auf Pinterest schon ein Vielfaches nachgeahmt, jedoch habe ich bisher keinen didaktischen Hintergrund finden können … das soll sich nun aber ändern.
Der Künstler
Ich recherchierte ein wenig zu dem mir bis dahin noch unbekannten Künstler und fand heraus, dass Jonathan „Jon“ Klassen nicht nur bereits einige Kinderbücher selbst geschrieben und illustriert hat (unter anderem „Wo ist mein Hut?“ und „Der Totenkopf“), sondern sogar an Kinofilmproduktionen wie „Coraline“ kreativ mitgearbeitet hat. Es mag wohl an seinem schlichten und dennoch tief ausgestalteten Stil liegen, der meiner Meinung nach ein wenig an die Cut-Out-Technik älterer Kinderbücher und -serien, bzw. Stop-Motion-Filme erinnert. Ein weiteres Merkmal seines Stils ist, dass er teilweise auf eine realistische Ausgestaltung verzichtet – so wirken seine Tierfiguren teilweise eher ‚geometrisch‘, wenn z.B. bei einem Krokodil die Augen beide auf der selben Seite liegen.
Buchcover als Inspiration
Ein weiteres Werk des Künstlers ist die Illustration zu der Buchreihe „Mein Freund Pax“ von Sara Pennypacker (https://www.fischer-sauerlaender.de/buch/sara-pennypacker-mein-freund-pax-9783733500542) , welches im Vergleich zu den meisten seiner Illustrationen nicht in dunklen, sondern in warmen Farben gehalten ist und sehr liebevoll ausgestaltet wurde. Auch auf den Buchcovern ist der „geometrische“ Stil des Künstlers gut erkennbar – aber dazu an anderer Stelle mehr.
Sehr empfehlen kann ich im Übrigen, die wunderschöne Geschichte des Jungen Peter und seines Fuchses Pax nicht nur selber zu lesen, sondern den Lernenden – z.B. während der Arbeitsphasen – vorzulesen oder aber als Hörbuch vorzuspielen – meine Lerngruppen des sechsten Jahrgangs 2016/17 haben das sehr genossen!
Didaktische Aufbereitung
Nun wollte ich den Lernenden mit dem Fuchs im Schneewald allerdings nicht nur ein Buch und einen Künstler vorstellen, sondern auch die gestalterischen Phänomene vermitteln – was steckt also alles in den Bildern von Jon Klassen?
Arbeitsauftrag und Bewertung
Meines Erachtens bietet sich die Phase der Hinführung immer sehr gut an, um gemeinsam die Bewertungskriterien der Werke festzulegen. So könnten nach den oben ausgeführten Exkursen gemeinsam mit den Lernenden z.B. an der Tafel oder in einer Datei, die als (Wieder-)Einstieg in die folgenden Kunststunden immer wieder über den Beamer gezeigt werden kann, noch einmal stichwortartig gesammelt werden, worauf es ankommt:
... eine komplett ausgearbeitete Unterrichtseinheit
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